Widerstand, entspann dich. 

Kennst du das? Du gerätst in eine Situation, die so gar nicht deine ist. Du wirst, unverhofft oder mit Ansage, mit Dingen konfrontiert, die dich regelmäßig auf die Palme bringen. Die dich überfordern. Oder verletzen. 

Du triffst auf Menschen, die dich stressen. Bei manchen weißt du es vorher schon. Weil du es intuitiv spüren kannst, dass die Chemie einfach nicht stimmt.  Oder weil du sie schon sehr lange kennst und es (gefühlt) immer schon so war. 

Fest- und Feiertage können da genauso herausfordernd sein wie wichtige Teammeetings oder Einzelgespräche im Job. Beide “Spielfelder“ bieten nicht selten gleich mehrere vorhersehbare Fallstricke gleichzeitig & bescheren uns oftmals genau die Begegnungen, die wir sonst gern vermeiden.

Und dann passiert es. Dieser eine blöde Kommentar, den du schon so oft gehört hast (und der dich doch immer wieder unverhofft trifft). Diese nervtötende Ignoranz (oder Besserwisserei) des immer gleichen Verwandten / Kollegen. Diese haarsträubende politische Ansicht, die du so gar nicht teilst. Diese endlosen Diskussionen über Dinge, die für dich / dein Anliegen / die aktuelle Aufgabenstellung vollkommen irrelevant sind. Diese heiklen Fragen, die du am liebsten nicht beantworten möchtest. Jedenfalls nicht hier, nicht jetzt. (Dir fallen sicher noch weitere, vielleicht sogar ganz persönliche Beispiele ein.)

Die Frage ist: Wie umgehen damit?

Ich selbst habe für mich eine Technik entdeckt, die inzwischen einen enormen Unterschied in meinem ganzen Sein macht, und die ich gern mit dir teilen möchte. Das Prinzip ist supersimpel, und in einem Wort treffend beschrieben: 

Durchlässigkeit. 

Früher habe ich das gemacht, was so viele machen und das uns offenbar antrainiert ist: Ich ging in Widerstand; entweder direkt, offen, konfrontativ. Oder innerlich. Vor allem (aber bei weitem nicht nur) in Situationen, die ich schwer erträglich finde. Bei Krankheit. Bei Ungerechtigkeit. Bei Unglück. Bei den ganz großen Krisen, die ich (zumindest allein) nicht ändern kann. In Momenten, wo (zu) viel negative Energie von Anderen kommt. 

Das Problem dabei: Widerstand raubt unfassbar viel meiner eigenen Energie.

Ich habe daher nach Alternativen gesucht und bin – durch viel try & error – zu der für mich sehr hilfreichen, heilenden Erkenntnis gekommen, dass es in manchen Momenten einfach besser, da deutlich entspannter sein kann (oftmals nicht nur für mich selbst), den Widerstand zumindest zwischenzeitlich aufzugeben zugunsten von einer Art Durchlässigkeit:

Ich lasse zu. Ich öffne mich. Und gebe den Weg frei für alles, was da grad kommen will an Positivem wie Negativem. 

Und dann – das ist wesentlich dabei! – lasse ich das, was nicht zu mir gehört, einfach durch mich hindurchfließen. Und auf der anderen Seite wieder raus…! 🥳

Wie wär’s also beim nächsten Mal – wenn du wieder mit einer dieser Herausforderungen konfrontiert bist, die dich üblicherweise in den Widerstand gehen lassen – mit einer kleinen Portion Durchlässigkeit?

Crazy enough: Ich habe grad erst beim Layout des Visual-Designs bemerkt, dass in dem Wort auch noch ne Portion Lässigkeit steckt 😎 In diesem Sinne: 

Bleib entspannt & (durch-) lässig!

Wenn dich dieser Impuls inspirieren / motivieren konnte, lass es mich sehr gern wissen. Auch wenn du kritische Anmerkungen oder Anregungen hast: Ich freue mich über dein persönliches Feedback!
mail@ralftiedemann.com

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